Entstehung
Als 2016 die Palliativstation in der Rotkreuzklinik Lindenberg eröffnet wurde, hatten die Mitarbeiter des Ärzteteams, insbesondere Oberarzt Herr Marco Rigamonti, sowie das Pflegeteam Bedenken, dass nicht genügend Mittel zu Verfügung stehen würden, um die schwerstkranken und sterbenden Menschen auf der Station angemessen zu versorgen. Aus dieser Sorge heraus entstand allmählich die Idee, einen Förderverein für die Palliativstation zu gründen. Dieser Verein sollte dazu beitragen, eine umfangreiche und spezialisierte Versorgung der Patienten sicherzustellen und somit eine wertvolle Bereicherung für die Palliativmedizin in der Region zu schaffen.
Die Gründung des Fördervereins war ein wichtiger Schritt, um die notwendigen Ressourcen und Unterstützung zu mobilisieren, die für die bestmögliche Betreuung der Patienten erforderlich waren.
Der erste Schritt zur Gründung des Fördervereins wurde damals von Herrn Marco Rigamonti, Oberarzt der Palliativmedizin und Onkologie in der Rotkreuzklinik Lindenberg, initiiert. Im Jahr 2019 kam es schließlich dazu, dass Personen aus verschiedenen Berufsgruppen der Klinik und Region den „Förderverein Palliativstation Rotkreuzklinik Lindenberg e.V.“ ins Leben riefen.
Das Hauptanliegen des Vereins war es, die Palliativstation der Klinik zu unterstützen und sicherzustellen, dass Patientinnen und Patienten mit unheilbarer, weit fortgeschrittener Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung eine umfassende, multiprofessionelle Betreuung erhalten. Durch die Gründung des Vereins sollte die Qualität der Versorgung verbessert und den Betroffenen sowie ihren Angehörigen in dieser schwierigen Lebensphase geholfen werden.
Seit dem Bestehen, förderte der Verein Aktivitäten und Projekte um die Palliativstation zu unterstützen.
2024 kam dann leider der Wendepunkt. Im Februar starb unerwartet unser Vereinsvorsitzender des Fördervereins und Oberarzt der Palliativstation und Onkologie Herr Marco Rigamonti. Dies war ein sehr großer Verlust für das Krankenhaus und auch für den Förderverein. Ein weiterer Rückschritt für die palliativmedizinische Versorgung der Lindenberger Region, kam letztendlich durch die Schließung der Rotkreuzklinik die im Jahr zuvor ein Schutzschirmverfahren eingeleitet hatte.
Trotz der Herausforderungen entschlossen wir uns den Förderverein weiterzuführen und neu und breiter aufzustellen. Es ist uns wichtig, in solch schwierigen Zeiten zusammenzuhalten und neue Wege zu finden, um die Versorgung und Unterstützung für die Betroffenen aufrechtzuerhalten. Vielleicht gibt es Möglichkeiten, die Lücke, die durch diese Ereignisse entstanden sind, zu schließen und alternative Lösungen zu entwickeln. Ein sehr großes Bedürfnis ist es jedoch, ein Stück des Herzensprojektes von Marco Rigamonti und jedem der einzelnen Vorstandsmitglieder fortzuführen.
In der Mitgliederversammlung im November 2024 wurden alle notwendigen Satzungsänderungen durch unsere Mitglieder beschlossen. Nach erfolgreicher Eintragung ins Registergericht, agieren wir seit 2025 nun als „Förderverein für die palliativmedizinische Versorgung für schwerstkranke und sterbende Menschen im Westallgäu e.V.“
